mal ernsthaft

Beziehungskrise.


Beziehungen sind sonderbare Dinge. Steht man am Anfang, ist die Welt rosa und der Himmel voller Geigen. Offensichtliches Potenzial für zukünftige Differenzen wird gekonnt ignoriert, Probleme haben immer nur die anderen. Komisch, dass wir dann doch alle irgendwann an dem Punkt landen, den wir für nicht existent hielten, im vorliegenden Fall an diesem hier: Mein Blog und ich, wir haben uns auseinander gelebt.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Es ist einfach nichts mehr los hier. Das kommt freilich nicht daher, dass in meinem Leben nichts los wäre. Und nach wie vor schreibe ich im Geiste oft Szenen aus meinem Alltag mit, weil mir durchaus erzählenswertes passiert. Einiges davon landet in ein oder zwei Mal 140 Zeichen bei twitter. Anderes zieht unerzählt vorbei. Weil mein kleines Blog und ich nicht mehr so recht wissen, was wir miteinander anfangen sollen.

glitteringclouds.com ging im April 2007 online als Sammelsurium von allerlei sinn- und ziellosem Herumgeschreibe, und dabei blieb es letztlich auch. Irgendwo zwischen dem öffentlichen Ausbreiten des eigenen Privatlebens (wozu ich nur eingeschränkt bereit war/bin) und dem Schreiben über ein nicht vorhandenes Fachthema oder die schon anderswo zu Tode geredete Aktualität. Zwischenzeitlich ging es mal etwas auf- und gegen Ende dann auch wieder abwärts. Kurz und gut: Meine eigene Konzeptlosigkeit ist mir verleidet. Aber ganz aufhören will ich irgendwie auch nicht. Das hat bei anderen ja auch schon nicht geklappt.

Was also dann? Ein neues Blogprojekt? Womit, wozu, worüber? Diese Fragen muss ich mir erst einmal beantworten, bevor ich mich in eine neue Liebe stürze oder am Ende vielleicht doch die alte wieder aufwärme.

Deshalb verkünde ich an dieser Stelle eine grundlegende Beziehungspause und einen kreativen Winterschlaf. Schlafwandeln werde ich währenddessen weiterhin bei twitter. Uf widerluege.

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6 Kommentare zu “Beziehungskrise.

  1. Winkwink. Pausen sind doch immer gut. In der Schule gabs Schläckzüg, im Kino gibts Cornets und in Beziehungen Distanz und Freiraum. EInfach nix löschen, frisst ja ke Höi. Du kannst ja untedessen tumblrn. 😉

  2. Keine Verpflichtung ausser der sich selber gegenüber. Das Kernproblem ist glaube ich: Was ich hier fabriziere (fabriziert habe), ist mir selber einfach nicht gut genug.

    Wobei das Wort Problem definitiv in Anführungszeichen zu setzen ist, denn ein echtes Problem im Leben wäre wahrlich etwas anderes.

    Wir werden sehen, was daraus wird.

  3. Also ich kenn das ja und bin froh mittlerweile so eine Art Weg gefunden zu haben. Ich kann den Blog auch mal eine viertelstunde bzw. eine Woche Blog sein lassen ohne dass es mich stresst. Aber ich bin auch froh habe ich den Blog als Ventil für viele meiner Gedanken. Wenn auch hier Twitter eine gute Variante ist um sich die Dinge vom Leib zu schreiben. Evtl. machst du mal eine kleine Pause, probierst Posterous aus oder schreibst alles in ein kleines Büchlein. 🙂 Bis die Zeit!

  4. An dem Tag, als ich kürzlich meine Pause ankündigte, schrieben alle darunter, wie sehr sie sich freuen dass ich zurück wäre. Gopf. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und hab weiter gemacht… Vielleicht sollte man Dich auch etwas zwingen?

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