Klimbim

Dezember!


Was sagt man so, wenn man vor zwei Monaten und drei Tagen zum letzten Mal was veröffentlicht hat? Wahrscheinlich am besten gar nix. Dann und wann spielte ich mit dem Gedanken, es ganz sein zu lassen. Insbesondere, als ich in einer alten Weltwoche den von mir sehr geschätzten Sprachstildozenten Wolf Schneider las:

«Das Bloggen ist eine Einladung zu unendlich geschwätziger Selbstbespiegelung und Wichtigtuerei.».

Ich fühlte mich ertappt und ein bisschen beschämt. Aber dann stellte ich heute bei einem Blick auf die Statistik fest, dass es doch ein paar Hartnäckige unter Euch gibt, die immer wieder reinschauen, ob sich nicht was tut. Ich erinnerte mich ans Blogcamp im August – über das einen Bericht zu schreiben ich auch irgenwann aufgegeben habe – wo mich einige mir zuvor völlig unbekannte Leserinnen und Leser ansprachen und daran, dass mir das doch eigentlich mal Spass gemacht hat hier. Ausserdem hat Marcel eben, währenddem ich das schreibe, einen (frechen) Kommentar hinterlassen: Ein Zeichen! 😉

Und deshalb bin ich jetzt wieder da, bis auf weiteres.

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6 Kommentare zu “Dezember!

  1. Es ist wie immer – Pauschalurteile treffen kaum je zu. Natürlich gibts „geschwätzige“ Blogger und Bloggerinnen, es gibt aber auch nachdenkliche und solche die gute Gedanken und Anregungen schreiben, ohne wichtig zu tun. Dazu ist die Weltwoche ja nicht unbedingt die Referenz – der Journalismus, der dort betrieben wird, ist auch oft geschwätzig und und eine blosse Wichtigtuerei. Also auch hier wie immer: Man wirft gerne den den anderen das vor, was man selber tut.

  2. Ach nein, die Weltwoche würde ich jetzt wirklich nicht als Referenz verstanden haben wollen. Aber auf Wolf Schneider, den alten Knaben, auf den lasse ich nicht viel kommen. Man muss ja trotzdem nicht immer gleicher Meinung sein.

  3. Wolfgang Schneider ist natürlich kein Wichtigtuer und Selbstbespiegler, weshalb er in regelmässigen Abständen immer wieder das gleiche Buch mit neuem Umschlag veröffentlicht?

  4. Ach, aber das ist doch nicht mein Problem, sondern seins (und vor allem das seines Verlags). Ich hab’s nur einmal gekauft und es gern gelesen. Genau so, wie ich manche Blogs gern lese, obwohl es dann und wann einen Beitrag gibt, den ich selber vielleicht anders geschrieben hätte. Ich sagte ja bereits, man muss nicht immer gleicher Meinung sein.

    Im Übrigen ging es in dem Zitat nicht um den aktuellen Kleinkrieg zwischen Bloggern und Journalisten, an dem ich mich wenigstens mittelfristig nicht beteiligen möchte. Sondern ausschliesslich um den Stil der Sprache und darum, wohin er sich entwickelt. Und bei aller Freude an der Meinungsvielfalt, den guten Gedanken und den hochintelligenten Anregungen aus der Blogosphäre und auch wenn ich selber alles andere als perfekt bin: Es gibt dann und wann Blogs, denen ich als Leserin nicht lange erhalten bleibe, weil mich die verwendete Sprache zu sehr in den Augen schmerzt. Die Leserfreundlichkeit (auch meine!) leidet oft unter der leichten Verfügbarkeit des Mediums. Wenn ich feststelle, dass jemand sich bemüht und einfach sprachliche Schwächen hat, dann ist das ok. Aber Dummschwätzertum UND Stillosigkeit in Kombination fliegt aus dem Reader. Da sind Wolf und ich uns einig, denke ich.

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