Alltägliches/Aufgelesen/Klimbim

Ende der Sommerpause.


Ich gehöre leider zu den Leuten, die sich immer mal wieder entschuldigen müssen. Meist dafür, dass ich lange nichts von mir hören liess. Es gibt da ja Menschen, die haben ihr Sozialleben (und auch alles andere natürlich) total straff durchorganisiert: Sonntags Mutti anrufen, Montags Mittagessen abwechselnd mit Susi und Steffi, Donnerstags feste Telefonzeiten mit drei im Voraus definierten Kontakten aus dem Adressbuch, alternierend im Turnus von A bis Z und dann wieder von vorne. Oder so ähnlich. Das mag effektiv sein, clever, zeit- und energiesparend. Ausserdem muss man sich dann eben auch nicht dauernd für seine Versäumnisse entschuldigen, so wie etwa ich und tröstlicherweise auch viele andere Menschen, die ich kenne. Dennoch werde ich wohl nie auf diesen Organisationsstand kommen. Mein Leben war bisher nie so stromlinienförmig und nach einigen Versuchen in diese Richtung kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Das könnt Ihr Euch gleich mal abschminken. Langweilen kann ich mich, wenn ich tot bin.

Trotzdem tut’s mir natürlich Leid, dass mein letzter Eintrag hier auf glitteringclouds.com bereits… äh… ja, beinahe drei Wochen zurück liegt. Dieses Mal lag das auch nicht an fehlendem Einfallsreichtum wie letztlich, sondern einfach an überdurchschnittlichem Beschäftigungsgrad auf allen Ebenen. Dafür habe ich eine Menge Arbeit geschafft, bevor alle dazu massgebenden Personen sich in den Gotthardstau verabschiedet haben, zum Beispiel. Weiter hatte ich die Ehre, Kaiser Beckenbauer aus der Nähe betrachten und einem längeren Monolog lauschen zu dürfen (Bilder und eine Menge Videomitschnitte gibt’s hier und Interviewversuche von Moderator Kilchsberger hier) was von einem wirklich hervorragenden Galadinner im Hotel Victoria Jungfrau gekrönt wurde. Meine Leserinnen werden mir gewiss beipflichten: So einem Anlass geht eine Menge Vorbereitungsstress voraus: Kleider! Schuhe! Make up! Haare! Wenn man (also: meine Wenigkeit) einen Fiseurbesuch zum Beispiel nur ungefähr halbjährlich für nötig erachtet und eine Frisur, die diesen Namen im Vergleich mit einem Haufen herausgeputzter mehr und weniger prominenten Haremsdamen der örtlichen Upper-Class verdient hätte, schon eine Weile durch Abwesenheit glänzt… dann nix wie hin zur Haarkünstlerin des Vertrauens. Dumm nur, wenn jene dann grad unvorhergesehen (jedenfalls für mich) den Salon gewechselt hat und einfach kein Termin mehr zu kriegen ist. Nun ja. Mit langen Haaren kann man immer tricksen, Glück gehabt.

Das alles sind aber nur zweitklassige News, das Wichtigste (auch in zeit- und kapazitätstechnischer Hinsicht) ist nämlich: Unsere Wohnungssuche hat ein Ende! Per 1. August sind wir stolze Mieter einer sagenhaft zentral gelegenen zweigeschossigen Dachwohnung mit einer wunderbaren Dachterrasse von 30 Quadratmetern, juhu! Jenen, die mich schon etwas länger kennen, sei gesagt: Ja, es ist selbstverständlich die Teuerste, die wir finden konnten. Wobei dies nur zur Hälfte stimmt: Es ist lediglich die Teuerste, die wir uns zugestanden haben, zu besichtigen. Man wird ja mit dem Alter auch klüger. Jetzt jedenfalls geht’s ans Packen. Anwärter zur Umzugshilfe sind willkommen und melden sich bitte per Mail an. 😉 Zur Belohnung winkt sehr viel Lob und Dankbarkeit sowie ein leckeres Abendessen.

Auf Wohnungssuche ist übrigens auch Arne. Zwar schon seit zwei Wochen, aber da es bei uns mit einem vergleichbaren Kriterienkatalog auch ein wenig länger gedauert hat, könnte es durchaus noch aktuell sein. Also: hier gucken und melden, wer was weiss.

Zum Schluss noch ein kleines Dankeschön an jene, die diese kleine Seite auch in meiner Abwesenheit nicht im Stich gelassen und doch immer mal wieder hoffnungsfroh vorbei geschaut haben. Es sei hiermit versprochen: Ich bin wieder da.

P.S. Wieso gebe ich eigentlich immer zu, wenn ich was verbummelt habe?? Ich hätte doch auch einfach sagen können: Ich habe den nicht vorhandenen Sommer boykottiert, und nun, da die Sonne wieder scheint und die Temperaturen diskutabel sind, schreibe ich wieder…? Setzen, sechs!

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