Klimbim

Alles blöd (ausser Klammern).


Ich weiss, ich war faul. Kein Eintrag seit dem 6. Juni. Eigentlich war ich gar ja nicht faul, sondern irgendwie sehr beschäftigt (ehrlich!) und vor allem sehr, sehr einfallslos. Natürlich gibt es Dinge, über die man schreiben (und sich gegebenenfalls beschweren) kann. Wir sind zum Beispiel auf Wohnungssuche. Keine leichte Sache, das. Vor allem, wenn man so… geduldig ist wie ich. Weiter waren wir im Kino am Samstag («The Namesake»). Eine Filmkritik würde sich also anbieten. Es will aber einfach nichts Schlaues dabei rauskommen, vielleicht morgen. Ich könnte mich wieder über einen Werbespot mokieren, der mich im Vorprogramm auf die Palme brachte (bluewin tv). Hatten wir aber erst letzte Woche, ist auch blöd. Es kommt noch soweit, dass ich übers Wetter schreibe. Ich sag’s Euch.

Oder ich könnte einen Beitrag darüber schreiben, dass ich zuviele Klammern verwende in meinen Texten (solche hier (seht Ihr? schon wieder)). Das fällt mir nämlich auf, seitdem ich hier schreibe. Ich glaube, ich leide sozusagen unter einem Klammer(n)zwang. Zur Versammlung der anonymen Klammernsüchtigen werde ich dennoch nicht gehen, denn: Klammern sind nur eine Substitutionsdroge für mich. Früher waren es nämlich Gedankenstriche, die ich so exzessiv in alle meine Sätze streute. In einem früheren Job vor einigen Jahren hatte ich immer mal wieder was zu texten (da das Budget meines Brötchengebers für einen Texter nicht reichen wollte) und meine Abhängigkeit machte mir so manchen (Gedanken-)Strich durch die Rechnung. Jetzt aber setze ich Gedankenstriche nur noch spärlich ein (denn jetzt habe ich ja Klammern). Und wer mir jetzt klug kommen will damit, dass meine selten noch vorhandenen Gedankenstriche gar keine solchen, sondern bloss blöde, öde Bindestriche sind, dem sei hiermit gesagt: Das stimmt so nicht, das ist nur dieses WordPress, das sich weigert, meine schönen Striche zu übernehmen, wenn ich meine Texte manchmal in Word vorschreibe. Man könnte sagen, es boykottiert mich (zum Glück hat es (noch) kein Mittel gegen meine Klammern). Ich habe dann meist keine Lust, das nochmals zu korrigieren, wenn ich es wie üblich erst nach der Freischaltung bemerke. Versteht mich nicht falsch: Natürlich liebe ich meine Leser (und zwar alle beide) – (–) aber Ihr kommt doch auch so mit, oder?

P.S. Ja: Ich mag auch Doppelpunkte.
P.P.S. Strichpunkte dagegen finde ich doof.

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6 Kommentare zu “Alles blöd (ausser Klammern).

  1. Die armen Strichpunkte, niemand mag sie. Dabei hat Djian sie schon in den 80ern so zu Boden geschlagen, dass es mal Zeit wäre, sie wiederzubeleben; das wäre doch eine feine Sache, oder?

    Was passiert mit den Gedankenstrichen? Ich versuche hier mal einen – und er sieht so viel länger aus als der kleine blöde Binde-Strich…

    (Und ich mag drei Pünktchen, wenn ich nicht mehr weiter weiss…)

  2. Arne, Du bist hiermit zum Ritter und Retter der Strichpunkte ernannt.

    Ganz einfach: Ich schreibe in Word Gedankenstriche, die ich dann nach, äh, in WP kopiere und sie werden nach der Veröffentlichung als Bindestriche dargestellt. Ist halt so. Ich selber unterlasse es selbstverständlich auf gar keinen Fall, andere darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Binde- anstelle von Gedankenstrichen machen… =) Dasselbe gilt im Übrigen für Anführungszeichen.

    («…–…–…»)

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