Archiv für März, 2009

And all that jazz.

März 29, 2009

Hat jemand bemerkt, dass seit dem 14. März das Jazzfestival Bern läuft? An mir wär’s wohl vorbei gegagenen, wenn uns nicht eine liebe Freundin mitgenommen hätte ins Jazzzelt gestern Abend. Es spielten JCCP, das Jamie Cullum Coverband Project, zusammengesetzt aus Studenten der Swiss Jazz School. Ich fand sie toll, ebenso wie das Konzept: Während drüben im Marians Jazzroom die international etablierten Grössen spielen, gehört das Zelt im Park der Inneren Enge ganz dem Nachwuchs. Von Dienstag bis Samstag wird jeweils um 18.00 und um 21.00 Uhr ein Set gespielt, der Eintritt ist frei, für Verpflegung ist gesorgt. Eine tolle Gelegenheit für Jazzfans und solche, die es werden wollen. Das Programm läuft noch bis zum 21. Mai 2009.

jamie-cullum-coverband-project_28mar2009

Ohrwurm der Woche.

März 23, 2009

Coverversionen sind – pardon – häufig mehr oder weniger Schrott. Aber manchmal auch nicht. Ich persönlich finde, dieses Original von 50 Cent und Justin Timberlake (ok, da gehöre ich wohl eh nicht zur Zielgruppe) kann mal eben einpacken gegenüber der Fassung des belgischen Songwriters Jonathan Vandenbroeck, besser (un)bekannt als Milow:

Eben (vor einer Woche) noch bei Reeto von Gunten im sonntäglichen Ratespiel, jetzt auf unserer Showbühne und bald im Tagesprogramm Deines Radiosenders.

1000 Worte.

März 16, 2009

War schon mal im Umlauf und schon damals wollte ich’s machen. Jetzt bei Chliitierchnübler wieder entdeckt: Wordle. Und das hier ist das Resultat für diese kleine Seite hier:

wordle_gc1

Büchertisch #1

März 15, 2009

Es ist ja nicht so, dass man per se zuviele Bücher haben könnte, finde ich. Dennoch hat dieser Haushalt nicht genügend Platz für alle Regale, die erforderlich wären, wollte man die ganze vorhandene Bücherflut ernsthaft beherbergen. Weil die bekannten Online-Auktionshäuser mich aber gemeinhin nerven, stelle ich in loser Abfolge den jeweils aktuellen Büchertisch erst mal hier rein. Bei Interesse am einen oder anderen Titel einfach in den Kommentaren oder per E-Mail melden, dankeschön!

bucherberg

Die beiden so nicht lesbaren Titel auf dem linken Stapel sind:

  • Kroeber-Riel/Esch, Strategie und Technik der Werbung
    (6. Auflage und unbenutzt, da aus Versehen doppelt gekauft)
  • Deutschmann, Das unglaubliche Comeback des Steve Jobs
    (dazu kann ich nichts sagen, hat der Lieblingsmann gekauft und gelesen)

«Geld ist gefrorene Zeit.»

März 14, 2009

Soll Manfred Hinrich gesagt haben, laut aphorismen.de ein mir bislang unbekannter deutscher Philosoph. Keine sehr romantische Vorstellung. Allerdings: Für Menschen ausserhalb mitteleuropäischer Verhältnisse (unter Umständen sogar innerhalb derjenigen, aber das wäre wieder eine andere Geschichte) bedeutet bereits wenig Geld die Sicherung ihrer Existenz. Hier erzählte Christian im letzten Jahr von kiva.org, einer Plattform für Mikrokredite.

Dem Aufruf bin ich dann im vergangenen Januar auch gefolgt und so darf ein kleiner Teil meiner finanziellen Mittel nun in Nepal, der Ukraine, Kambodscha, Ghana und Nicaragua in Form eines Darlehens dafür sorgen, dass lokale Unternehmerinnen weiter investieren und ihr Geschäft ausbauen können. Die Rückzahlungsrate liegt laut kiva bei 97.5 % – sicherer als so manche andere Anlage in letzter Zeit, wenngleich der Zinsertrag hierbei immaterieller Natur ist.

kiva_map

Irgendwie ist mir diese Art der Direkthilfe lieber, als auf der Strasse oder an der Haustür Formulare für Dauermitgliedschaften auch renommierter Hilfswerke zu unterschreiben. Zumal deren Personal – bzw. das der beauftragen Fundraising-Unternehmen – immer aufdringlicher und schamloser wird.

Wer war das?

März 11, 2009

17 Opfer sind zu zählen heute, weil ein 17-jähriger Jugendlicher in Süddeutschland ein «Blutbad», so heisst es, in seiner ehemaligen Schule anrichtete. Der Notruf erfolgte um 09.33 Uhr, drei Stunden später zählt Google News bereits 1152 Artikel zum Thema. Man überschlägt sich mit Spekulationen, Fotostrecken und Videos. Und sucht fieberhaft einen Sündenbock, sowohl auf Medien- wie auch auf Leserseite. Computerspiele! Rockmusik! Die Eltern! Die Lehrer! Die Gesellschaft! Auffallend viele Kommentare beginnen mit Satzanfängen wie: «Fest steht,…», «Ganz klar ist,…» und ähnlichen Gemeinplätzen. Und sagen damit genau das, was nicht ist: Es gibt keine Patenterklärung. Nichts ist klar, nichts steht fest. Ganz im Gegenteil: Je länger der Gedankenlauf, desto mehr kommt ins Wanken.

Der einzige Artikel, der mir heute wirklich lesenswert war, wurde im vergangenen September verfasst, nach der Schiesserei in Kauhajoki, Finnland (via kritz_).