Archiv für Juni, 2008
Hitzeopfer.
Juni 24, 2008Adieu Oranje.
Juni 22, 2008Pfui, EM, Pfui.
Juni 14, 2008Mit der ihm dann und wann eigenen Larmoyanz beklagte sich Bundesrat Leuenberger letzte Woche über den Lärm am und um den Bundesplatz, welcher ihn und die weiteren beflissenen Geister im UVEK beim Arbeiten behinderte. Zu seinem Pech berichtete das Pendlerblatt 20 Minuten darüber und gab den Wortlaut des Magistraten zu allem Überfluss leicht überspitzt wieder. Spätestens seitdem hagelte es in den Kommentaren zu seinem Beitrag Wortmeldungen von erbosten Bürgern der einen oder anderen Couleur (ich meine damit für einmal nicht orange).
Die einen sind der Auffassung, dass fluglärmgeplagte Anwohner des Klotener Flughafens («iuniik», wir erinnern uns) ja wohl das schlechtere Los gezogen hätten als der Herr Bundesrat, welchen das wiederum nicht besonders zu interessieren scheine, sei der doch mit seinen eigenen Luxusproblemen beschäftigt. Restlos von der Hand zu weisen wäre das freilich nicht. Andere loben den Magistraten dafür, dass er es wage, seine kritische Stimme gegen diese verachtenswürdige Veranstaltung zu erheben. Das muss man natürlich würdigen, gerade in einem Land - um nicht zu sagen Schurkenstaat - wie unserem, wo kritische Stimmen mit schlimmsten Sanktionen bis hin zu endloser Folter durch holländische Guggen zu rechnen haben. Seit der Vergabe der olympischen Spiele nach China weiss man ja, dass Menschenrechte bei solchen Geschäften zweitrangig sind.
Nun kann man da ja wirklich geteilter Meinung sein. Nach meinem (zugegebenermassen sehr bescheidenen) Wissensstand wird die laufende Europameisterschaft zum grössten Teil aus öffentlichen Geldern der Gastgeberländer finanziert. Die UEFA lässt alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, markenrechtlich schützen und streicht die nicht versiegen wollenden Sponsorengelder ein. Gearbeitet wird – von gewöhnlichen Sterblichen zumindest – kostenlos. «Volounteering» nennt man das dann. Letzten Endes aber ist die Sache inzwischen gelaufen und so geht die kritische Stimme von Herrn Leuenberger den Herrschaften vermutlich in angemessener Distanz am Allerwertesten vorbei: Vergebene Liebesmüh also, wie so oft. Was bleibt, ist näselndes Gejammer.
Bei uns hört man die Holländerscharen übrigens auch, an Spieltagen ab Mittag und bis in die Nacht - wohnen wir doch in unmittelbarer Nähe zur sogenannten «Fanachse» zwischen Innenstadt und Stadion. Wir haben uns gut damit arrangiert. Meine Lieblingsbeschwerde ist aber abgesehen davon: Der Abfall! Die genannten Zahlen überbieten sich in regelmässigen Abständen. Und nicht etwa die wirtschaftliche Belastung der Gastgeberstadt - neudeutsch: Host City - wird beklagt, sondern mit der grossen Kelle lamentiert man über die daraus resultierende globale Umweltverschmutzung (welche vorher und nacher wie auch anderswo übrigens nicht stattfindet). Wie gut, dass keiner der anwesenden Gäste zu Hause oder wo auch immer er die entsprechende Zeit anderweitig verbracht hätte auch nur ein Gramm Abfall produziert haben könnte. Mitnichten hätten Holländer, Franzosen, Italiener, Rumänen und natürlich verwöhnte Schweizer Unmengen von hirnlos überverpackten Waren konsumiert, Fertiggerichte aus Einwegbehältern verzehrt, Getränke aus Plastikflaschen getrunken und, wenn wir schon dabei sind, auch nur einen einzigen Autokilometer zurückgelegt. Fürwahr, die Welt wäre ein Paradies!
Das Runde muss ins Eckige.
Juni 13, 2008So einfach könnte es sein, nicht wahr? Wenn es aber nach fussballtechnischen Kriterien geht, steht die Flagge in unserem schweizerisch-deutschen Haushalt ein wenig auf Halbmast heute. Nicht nur, dass das Gesamtergebnis der Schweizer Nati ungefähr so spannend ist wie eine ausgeleierte lange Feinripp-Herrenunterhose; jetzt hat uns die deutsche Mannschaft auch noch hängen lassen gestern Abend. Dafür haben die Österreicher wider Erwarten einen Punkt geholt. Naturgemäss hege ich ja immer etwas Sympathien für den Underdog, das könnte am Montag zu Spannungen führen.
Wir werden sehen. In der Zwischenzeit reiche man mir bitte meine orange Blumengirlande. Hup Holland hup!
Das war’s.
Juni 12, 2008Tja, es war dann doch nichts mit dem Europameistertitel. Mal unter uns: Die Annhame, die Schweiz würde Europameister, war doch eh etwas hoch gegriffen, ehrlich jetzt. Trotzdem hätten wir natürlich etwas mehr vom kommenden Sonntagsspiel gegen Portugal gehabt, wenn man sich wenigstens noch per excüsee hätte einbilden können, dass es vielleicht, unter Umständen, möglicherweise, eventuell in den Viertelfinal hätte führen können. Ja nun, man kann nicht immer gewinnen. «Kein Glück» hätten sie gehabt, die Schweizer Kicker, so klingt es von überall. Ist das Problem nicht eher, dass die noch junge Mannschaft schon per se auf Glück angewiesen ist, um zu gewinnen? Schauen wir mal, wie’s in zwei Jahren aussieht. Da geht noch was.
Was nicht nötig gewesen wäre – sowieso natürlich, aber insbesondere nicht als Gastgeber – sind die Scharmützel am Rande des Spiels. Wie der Mänu berichtet, wurde die türkische Nationalhymne auf dem Bundesplatz schon mit Inbrunst ausgebuht und -gepfiffen. Nach dem Spiel entlud sich die Enttäuschung der Fans offenbar auch in Aggressionen, friedliche Fans des Gegnerteams und Polizisten sollen verschiedenenorts angegriffen worden sein, es gab Verletzte und Verhaftungen. Das zeugt nun meines Erachtens nicht unbedingt von Nationalstolz, sondern vielmehr von wirklich schlechtem Stil. Ich schäme mich bei solchen Gelegenheitein immer ein wenig. Schade, das.
kleine geschenke.
Juni 5, 2008Ein netter Mensch aus Hamburg hat mir gestern ein nettes Geschenk gemacht. Einer Schweizerin Schokolade mitzubringen, wäre irgendwie albern, meinte er. Deswegen wurde es ein kleines Assortiment Lübecker Marzipan. Wie schade, dass ich Marzipan eigentlich gar nicht so richtig mag. Das wird den Lieblingsmann freuen, der putzt das weg wie nix.
huhn oder ei?
Juni 4, 2008Letzten Sonntag, anlässlich des Schweizer Frauenlaufs, verteilten unverschämt fitte Promomädels wieder mal Damenhygieneartikel auf offener Strasse. So liegt mir nun ein Produkt vor, dessen revolutionäre und inspirierende Form mir schon im zugehörigen (& standesgemäss dämlichen) TV-Spot aufgefallen war:
Und jetzt sage mir mal einer: Erinnert Euch das nicht auch irgendwie spontan daran?
Fragt sich nur: Wer hat bei wem gespickt? ![]()
blaa?
Juni 3, 2008Soll ich jetzt auch noch was zum Blick am Abend schreiben? Eher nicht, denn gelesen habe ich noch keinen. Immerhin weiss ich jetzt aber, dass er nicht pink ist (wie wir Banausen und -innen alle meinten), sondern, äh, «brombeerfarben», scheint’s. Ja dann. Ausserdem gibt es offenbar immer noch den nichtlustig-Comic. Das ist durchaus ein Argument. Hier und dort allerdings trauert man wohl dennoch dem heute von (vor)gestern nach:



