Euch allen heute abend eine tolle Party und einen guten Start in ein tolles, aufregendes und glückliches 2008!
Und weil all diese guten Wünsche dieses Jahr ja aus Stockholm kommen, hier das Ganze noch auf… schwedisch, irgendwie.
Gedanken aus einer kleinen grossen Welt.
Euch allen heute abend eine tolle Party und einen guten Start in ein tolles, aufregendes und glückliches 2008!
Und weil all diese guten Wünsche dieses Jahr ja aus Stockholm kommen, hier das Ganze noch auf… schwedisch, irgendwie.
Anke hat mich mit ihrem Jahresrückblick inspiriert. Da der Fragenkatalog vor Jahren schon eine Reise zu ihr hin gemacht hat, hoffe ich, sie nimmt es mir nicht übel, wenn ich Ihn nun 2007 in die Schweiz exportiere.
1. Zugenommen oder abgenommen?
Keine Ahnung. Hosen passen jedenfalls noch.
2. Haare länger oder kürzer?
Länger.
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger, was das Leben im Allgemeinen angeht.
Wie es um meine Augen steht…? Der informative Besuch beim Optiker geht als guter Vorsatz von den Jahren 2005 bis 2007 auf das Jahr 2008 über.
4. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr!
6. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger Sport, aber viel Schlepperei.
Ich würde sagen: unentschieden.
7. Der hirnrissigste Plan?
In der ersten Woche nach dem Release der neuen iMacs zu DataQuest gehen, «nur zum Gucken».
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Übermüdetes Autofahren. Ja, man wird älter.
9. Der beste Sex?
7. Januar.
Auf jeden Fall der folgenschwerste.
10. Die teuerste Anschaffung?
vgl. Frage 7.
11. Das leckerste Essen?
Guckst Du hier oder bei Frage 24.
12. Das beeindruckendste Buch?
Viel zu wenig gelesen dieses Jahr, aber aus dem Stehgreif:
Alles ist erleuchtet von Johnathan Safran Foer.
13. Der ergreifendste Film?
Das Leben der Anderen, gesehen kurz nach Ulrich Mühes Tod.
Auch gut: Stranger than fiction.
14. Die beste CD?
2007 war das Jahr der geschenkt bekommenen Mix-CDs (die Neuauflage der guten alten Mix-Tapes)… und die waren alle schön!
15. Das schönste Konzert?
Imogen Heap am 1. Februar im Sous-Soul.
16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeiten. Schön blöd.
17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
ihm.
18. Vorherrschendes Gefühl 2007?
Spannung.
19. 2007 zum ersten Mal getan?
Eine Spiegelreflexkamera gekauft.
20. 2007 nach langer Zeit wieder getan?
Mit jemandem zusammengezogen.
21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
1. Jahresanfang: krank.
2. Jahresende: krank.
3. Steuern: mehr als 2006 (warum??)
22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
«’s» ersetzt «es», aber nicht «das», Herrgott nochmal.
23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube, der Lieblingsmann hat sich sehr über seinen Adventskalender gefreut.
24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
100 Kerzen und ein himmlisches, selbstgekochtes Abendessen.
25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir kriegen das alles hin.
26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Müsste ja eigentlich sonstwer beurteilen… muss nachfragen.
Er meint:
Ich liebe Dich, weil Du mich zum lachen bringst.
27. 2007 war mit einem Wort …?
turbulent.
nicer weather. Im Ernst jetzt, Petrus oder wer immer dafür zuständig sein mag: Seit Tagen sauwettert es, wo immer wir hinkommen, wie soll man da denn ein paar schnieke Bilder machen fürs Erinnerungsalbum? Wir sind schon soweit, dass wir das Besteck beim Inder fotografieren, währenddem es draussen schüttet und um die Häuserecken pfeift. Ausserdem würde ich gerne ein wenig mehr von Stockholm sehen, doch das allgemeine Grau und Nass macht nicht eben Lust auf grosse Wanderung. Nun jedoch zu den erfreulichen Dingen. Wir haben zum Beispiel ein wunderbares Hotelzimmer mit Sicht aufs Stockholmer Hafenbecken und ich liebe es, die Fähren an- und ablegen zu sehen. Eigentlich liebe ich es auch, mit Fähren zu reisen, was unbedingt in die nächste Urlaubsplanung mit einfliessen muss. Ausserdem muss man sagen, dass sich diese Schweden mit Festbeleuchtung echt auskennen. Und Filme zur Prime Time werden im schwedischen TV im Originalton ausgestrahlt, das finde ich klasse. Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass man ja nicht in erster Linie zum fernsehen in Urlaub fährt. Jaha, ab morgen wird alles anders. Sonst gibt’s wieder Besteckbilder (oder Salzstreuer…), und das will ja keiner sehen.

So wünscht man uns hier in Kopenhagen von allen Plakatwänden, obwohl Weihnachten (eben: Jul) genau genommen ja schon vorbei ist. Der zweite Teil des Reiseberichts ist in der Mache und ein paar erste Bilder haben es heute zu flickr geschafft.

…ist wie Pizza ohne Käse.
Harfen, Streicher, übertriebenes Herumgemoduliere, so muss das sein.
Euch allen ein wunderbares Weihnachtsfest!
Ja, es war wieder ruhig hier in der Vorweihnachtswoche. Schliesslich will alle Arbeit noch erledigt sein, die man nach dem Jahreswechsel nicht als erstes wieder auf dem Schreibtisch vorfinden will. Bei mir wirkt diese implizite Drohung immer ziemlich zuverlässig. Ja nun, es ist vollbracht.
Nun wartet sozusagen noch der Endspurt. Nicht nur, dass heute abend bereits die erste Familienweihnachtsfeier auf dem Plan steht – es muss auch noch gepackt werden, denn morgen früh geht’s direkt weiter zur Zweitfamilie und anschliessend am Dienstag in den Urlaub, über Hamburg erst nach Kopenhagen und dann zu Silvester/Neujahr nach Stockholm. Wieviel aus dieser Zeit auf dieser Seite landet, kann ich noch nicht abschätzen. Meine Blog-Aktivitäten werden sich ab Anfang nächster Woche zumindest teilweise aufs Gemeinschaftswerk verlagern, dafür immerhin umrahmt von schönen Bildern. Ist ja auch was.
Liebe Loranne, zu Deinem Geburtstag wünsche ich Dir alles Liebe und viel Glück und hoffe, dass Du heute ordentlich gefeiert wirst, Dein Kaffee nicht kalt und Dein Toast nicht angebrannt war, den ganzen Tag die Sonne schien, Dir jemand frischen Orangensaft gepresst hat, dass heute kein Auto und insbesondere kein VW-Bus abgebrannt ist und Du einen ganzen Haufen Geburtstagsgrüsse von überall her bekommen hast. Und weil schon bald Weihnachten ist, wünsche ich mir auch noch etwas, nämlich dass Du bald wieder da bist!
Ah ja, da war doch noch was:
Tatsächlich: Meine gestrige Wette habe ich sowas von verloren. Da zahle ich meinem Bürogspänli doch sehr gerne einen Kaffee oder auch zwei. Ich zweifle nicht daran, dass Frau Widmer-Schlumpf sich die Sache mit ihrer Amtsannahme gut überlegt hat und dennoch hoffe ich für sie, dass sie diesen Schritt nicht bereuen wird. Nicht, weil ich die Ereignisse der letzten Tage für das Ende der Schweiz halte, sondern weil für die nun geohrfeigten Herren wahrscheinlich nur eins schlimmer ist als die gestrige Nichtwahl an sich: Die Absetzung zu Gunsten einer 15 Jahre jüngeren Frau, und sei sie auch noch so fähig. Das dürfte sie noch mehr zur Zielscheibe machen als Sämi Schmid, der ja nun auch endgültig zur persona non grata avanciert ist. Aber genau genommen war der ja eigentlich auch schon länger informell fraktionslos im Bundesrat und hat sich wohl inzwischen daran gewöhnt.
Auch im Hinblick darauf, dass die SVP nun nicht müde wird zu beteuern, man werde als Oppositionskraft fortan unwahrscheinlich unbequem sein, ändert sich bei genauerem Hinsehen gar nicht so viel. Froh seien sie, endlich wieder nach eigenem Gutdünken politisieren und offen sprechen zu können, so klingt es allenthalben. Ich denke, die Umstellung wird den Parteifreunden nicht allzu schwer fallen, da sie doch nur in sehr geringfügigem Masse notwendig ist.
Trotzdem will das Augenreiben in den Reihen der braven weissen Schafe kein Ende nehmen. Da hat man so lange über abenteuerliche Geheimpläne gegen den eigenen Lieblingsbundesrat herumschwadroniert, dass daraus am Ende quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung geworden ist. Das inoffizielle Parteiblatt Weltwoche titelt: «Rache an Blocher». Und natürlich haben sie alle völlig Recht. Sachargumente standen, obwohl durchaus existent, nur sehr eingeschränkt zur Debatte und die unverholene Schadenfreude über den «Denkzettel» an Herrn Blocher und seine Genossen steht den Gewinnern von gestern und heute nicht gerade gut an. Selbstverständlich ist es in höchstem Masse unkollegial und unwürdig, jemanden auf diese Weise aus dem Amt zu drängen. Dennoch wäre übertriebenes Mitgefühl irgendwie fehl am Platz. Letztlich wurde der Partei bloss zum Verhängnis, dass sie ein relativ einfaches Prinzip völlig ausser Acht gelassen hat: Ursache und Wirkung. Im gutschweizerisch harmonie- und konsenssüchtigen Politwesen kann man sich gewiss eine ganze Weile straflos nach Herzenslust wie der Elefant im Porzellanladen aufführen, doch auch dieses Mass ist irgendwann voll. Eine Antwort auf dieses Benehmen war früher oder später unvermeidlich. Dass sie in solch schlechtem Stil gegeben wurde, verwundert in diesem Fall nicht weiter.
Was erst eigentlich nach einer guten Nachricht aussah (nicht für die SVP-Spitze natürlich), ist am Ende doch irgendwie ein ziemlicher Salat. Ah so ja, falls jemand von Euch die heutigen Bundesratswahlen verpasst hat, wird’s jetzt vielleicht etwas verwirrend. Man kann sich das Drama beim Schweizer Fernsehen nochmals anschauen oder aber hier ein schönes, wenn auch nicht gaaanz objektives (oder?) Live-Blogprotokoll dazu nachlesen. Naja, oder einfach morgen wiederkommen für ein anderes, erbaulicheres Thema (obwohl, wer weiss…).
Jedenfalls: Hättet Ihr das gedacht? Ehrlich jetzt, ich habe mit sowas nicht gerechnet. Noch nach dem ersten, erfolglosen Wahlgang und Christoph Blochers Rückstand war ich mir nahezu sicher, die Damen und Herren aus der konkordanten Mitte würden nach diesem kurzen Aufmucken wieder brav das Rechte (sic!) auf Ihr Wahlzetteli schreiben. Drum war ich dann schon sehr überrascht, als daraufhin die Wahl von Madame verkündet wurde. Und klar, wenn ich jetzt behaupten würde, dass ich’s nicht gut fand, dann müsste ich lügen.
Aber nun lasst uns mal überlegen: Wir hätten da also jetzt einen Haufen beleidigter Parlamentarier, einen zweiten von allzu euphorischen (doch auch leicht verblendeten) ebensolchen und ein letztlich bemitleidenswertes Bauernopfer, das morgen um 8.00 Uhr wohl seinen politischen Untergang besiegeln wird, egal wie die Entscheidung ausfällt. Zu allem Überfluss nerven eigentlich alle Beteiligten gleichermassen: Die Linke in ihrer festen Meinung, unerhört Grosses zur Rettung der Menschheit vollbracht zu haben und gleichzeitig unfähig, mit ihren persönlichen Ressentiments hinterm Berg zu halten (als ob es keine sachlichen Argumente gäbe, also ehrlich jetzt). Die Rechte mit ihrer dümmlichen Kampfrhetorik, die bei mir persönlich sowieso nicht erst seit gestern stets einen akuten Tinnitus verursacht. Der nicht enden wollende Singsang, mit welchem 29% Wähleranteil in abenteuerlicher Mathematik als die Gesamtheit des Volkes errechnet werden verleitet mich ebenso zum leichten Würgen wie der sozialdemokratische paranoide Verteufelungsreflex, wann immer irgendwo das böse B-Wort fällt. Übrigens bin ich mir auch gar nicht so sicher, in welcher Form uns der nun vorerst Abgewählte letzten Endes lieber sein sollte: Als Bundesrat mit einer wenigstens formalen Verpflichtung zur Kollegialität oder als zukünftiger SVP-Parteipräsident und Märtyrer, der sich nur allzu gerne das Tschäppeli des selbstlosen oppositionellen Ritters ohne Furcht und Tadel und/oder Rächer der Armen und Entrechteten (und natürlich der Entmachteten) aufsetzt. Blocher ist und bleibt ein begnadeter Populist und wird uns noch einige Sätze letzter Nerven kosten.
Und was nun? Sollte Eveline Widmer-Schlumpf morgen früh so viel Mut und Tollkühnheit beweisen, ihre Wahl anzunehmen und sich auf diesen Kuhhandel einzulassen, werde ich mit grosser Freude meine daraus entstandenen Wettschulden begleichen. Ich denke, sie würde eine gute und würdige Magistratin abgeben (sofern man sie liesse) und ausserdem könnte dann auch der Moriz Leuenberger endlich mal zurücktreten, wenn er nicht mehr immer so fürchterlich Angst haben muss, dass sich dann der Christoph sein Departement unter den Nagel reisst. Aber eben. Gewettet habe ich nicht darauf.
P.S. Im Rückblick auf das gesammelte heutige Herumgeschwurbel der verschiedenen Exponenten: Verkenne ich die Dramatik der Situation gravierend, wenn ich finde, man könnte doch auch einfach einen grossen Sandkasten im Parlamentssaal errichten, damit die Herr- und Frauschaften dann um ihre Eimer und Schaufeln zanken können, ohne die Öffentlichkeit damit zu belästigen und von der Arbeit abzuhalten?
Wah… zwei Beiträge an einem Tag, was muss da passiert sein?! Es lässt sich aus termintechnischen Gründen nicht auf morgen verschieben: Blogflöten zum zweiten Advent!
P.S. Wer im aktuellen Weihnachtstrubel sowieso ein wenig hinterherhinkt, kann auch direkt mit dem ersten Advent beginnen.