Heute, am 4. Oktober 2007, werden weltweit Posts und Texte veröffentlicht, um Solitarität für das Volk in Burma zu demonstrieren (Teilnehmerliste). Es versteht sich von selbst, dass die Missachtung der Menschenrechte überall auf der Welt ein Verbrechen darstellt (ich äusserte mich bereits dazu).
Dies hier und die untenstehende Erklärung sind Worte. Viele von Euch möchten lieber Taten sehen. Ich brauche hoffentlich nicht zu erklären, dass das eine das andere nie ausschliessen sollte. Folgendes sei Euch dann also beispielsweise ans Herz gelegt:
- Nutzt Eure Stimme I: ko-htike erklärt in seinem Eintrag vom 1. Oktober, wie die burmesischen Mönche quasi zum Hungerstreik gezwungen werden (Betreff: «Please Help Monks!» – tut mir Leid, Ihr müsst ein wenig scrollen). Meldet Euch beim IKRK und erinnert es an seine Verantwortung.
- Nutzt Eure Stimme II: Urgent Actions (Sektion CH / Sektion D) von Amnesty – Briefe schreiben gegen Menschenrechtsverstösse. In Burma oder wo Ihr wollt. Es ist Arbeit und kostet Porto. Aber es funktioniert.
- Spendet, wenn Ihr Euch der Organisation sicher seid. Das Burma Projekt zum Beispiel hilft vor Ort, Helfen ohne Grenzen unterstützt unter anderem burmesische Flüchtlinge und terre des hommes hilft hier wie auch an vielen anderen Orten auf der Welt – the choice is up to you.
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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Artikel 2 Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.
[…]
Diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, und gilt seither als ausdrückliches Bekenntnis zu den Menschenrechten.
Dieses Bekenntnis ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je. Deswegen dürfen wir nicht wegsehen, wenn in einem Land wie Burma friedliche Demonstranten und buddhistische Mönche rücksichtslos getötet oder verhaftet werden.
Die burmesische Bevölkerung wird seit über 45 Jahren von einem diktatorischen Militärregime unterdrückt. Die legale Opposition ist de facto ausgeschaltet, Medien staatlich kontrolliert und die Menschen - als Zwangsarbeiter missbraucht - leben am Existenzminimum. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Mönche ihren Protest gegen die Benzinpreiserhöhungen vor wenigen Wochen zum Ausdruck bringen wollten.
Obwohl das Militär mit allen Mitteln versucht, jeglichen Kontakt von und in das Ausland zu unterbinden, drangen Belege seiner Grausamkeiten an die internationale Öffentlichkeit. Trotz der Gefahr, verhaftet und verschleppt zu werden, riskierten mutige Burmesen ihr Leben, um die Welt über die grausamen Ereignisse in ihrem Land zu informieren. Doch bislang verhindern wirtschaftliche Interessen einzelner Mitgliedsstaaten die Verurteilung der Gewalt und der Unterdrückung seitens der Vereinten Nationen.
Wir wollen mit dieser internationalen Aktion ein Zeichen setzen!
Wir verachten die Gewalt und den Terror in Burma.
Wir setzen uns ein für die, die aufgrund ihrer Meinung unterdrückt werden und wir solidarisieren uns mit den Menschen, die für ihr Recht demonstrieren.
Wir fordern die Vereinten Nationen auf, die Gewalt zu verurteilen. Wir fordern Freiheit und Frieden für Burma.