Archiv für September, 2007

Max, der Klugscheisser.

September 27, 2007

Eine Schweizer Krankenkasse sorgt sich um unser Wohl. Deshalb stellt sie uns Max zur Seite. Max baut sich vor dem Auto auf und deutet aufs Fahrrad, er blockiert den Aufzug und jagt uns die Treppe hoch, er schüttelt den Kopf zum fettigen Kantinenfrass und ersetzt es – und da haben die Damen und Herren Werber/-innen ein wenig geschludert – durch eine einzelne Banane (oder Max hat in Ernährungskunde einfach schlecht aufgepasst).

Den eben ausgeführten TV-Spot konnte ich leider online bisher nicht ausfindig machen – er bewirbt jedenfalls die Seite einzeltraining.ch. Da steht Max, stramm wie einst unser Herr Schneider aus dem Schulturnunterricht und fordert Disziplin. Basierend auf den individuellen Gegebenheiten (ja, ich meine die Speckrolle da am Bauch und das Hüftgold noch von letztem Advent) und Zielen erarbeitet der Drill Instructor einen Trainingsplan und treibt zum Einhalten dessen an. Das Prinzip ist ja nun nichts neues, aber Max ist in seinem Klugscheissertum (wir beide sind vom selben Stamm, was das angeht) tatsächlich amüsanter als viele seiner Konkurrenzangebote. Besonders gut gefallen hat mir ausserdem, dass Mäxchen unter anderem auch einfach mal einschläft, wenn sich auf dem Monitor mal nix tut… so geht’s mir eben manchmal auch.

Ah ja, genau. Plakatsujets haben die fleissigen Werberlein auch gemacht:

Sieben Jahre in Ti… äh, im Internet.

September 25, 2007

Von fourtysomething, einem sehr geschätzten Bewohner meiner Blogroll, flog so ein schmuckes kleines Holzdings zu mir her, ein Stöckchen. Mein erstes, um genau zu sein - und dann musste es auch noch so lange auf Bearbeitung warten. Aber gut Ding muss eben manchmal Weile haben.

Jedenfalls: Anno 1997 soll das bloggen quasi erfunden worden sein, heisst es. Und sieben kleine Geschichten aus den zehn seither vergangenen Jahren hätten die Herrschaften gerne von mir. Das wird sich doch einrichten lassen:

  • Das irgendwie passendste zuerst: Genau sieben Mal umgezogen in der Zeit. 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003 und 2007. Nicht schlecht, hä? Wenn mir jetzt nix mehr einfällt, mache ich einfach aus jedem Umzug einen einzelnen Punkt…!
  • Ich stelle bei dieser Gelegenheit mit Schrecken fest, dass ich ein ganz fürchterlicher Spätzünder war. Während die Welt 1997 bereits bloggte, ging ich 1998 erst mal online. Und das eigentlich nicht mal so recht nur um meinetwillen: Meine damalige Mitbewohnerin hatte sich nach Kanada verliebt, er erklärte ihr das Prinzip E-Mail, und das nächste Internetcafé war eine halbe Fahrtstunde weit weg. Zeiten waren das…
  • 1997 habe ich ausserdem meinen Führerschein gemacht. Ich weiss, man darf das als ökologisch verantwortungsvoller Mensch nicht sagen, aber: Ich fahre gerne Auto. Manchmal. Ist einfach so.
    Doch keine Sorge: Isch aabe gar gain Auto (mehr).
  • Der Siegeszug von MP3. Ich habe eine Neigung zur Nostalgie und mich deshalb lange gesträubt, aber spätestens seit der Rückkehr des Macs in mein Leben (und somit mit iTunes) kaufe ich wahrscheinlich definitiv mehr Musik digital als auf Tonträger.
  • Ab 2004: Endgültige Entwicklung zur schweren Sushiholikerin. Verantwortlich dafür ist diese Kneipe, die einem sowas hier serviert (und es schmeckt NOCH ungefähr 184 Mal besser, als es aussieht!). Lange glaubte ich nicht daran, in meinem Heimatland vergleichbares zu finden, doch nun ist es geschehen (annähernd jedenfalls).
  • Verliebt, mehrmals. Zuletzt äusserst schwerwiegend und ohne Umtauschrecht.
  • Am 1. Januar 2007 ein Blog begonnen, welches nie über den einen Neujahrsbeitrag herausgekommen ist. Zweiter Anlauf etwas vielversprechender. Wir werden sehen.
  • Manche Dinge ändern sich aber nie:
    Gefüllte Lebkuchenherzen mit Schokoüberzug sind das beste, wo gibt. Isch habe fertig.

Da das Ding in der Zwischenzeit bestimmt schon die Runde gemacht hat, deponiere ich es hier einfach mal zum abholen für jene, die wider Erwarten noch nicht hatten oder aber noch mal wollen.

Alte Versprechen.

September 23, 2007

Es war einmal eine Blogautorin, die zog um und versprach ihrer kleinen Gemeinde von Mitlesenden Bilder des neu bezogenen Objekts. Doch alsbald schien sie verschollen in den unendlichen Weiten ihres neuen Reiches oder gegebenenfalls eingeschlossen hinter einer bald undurchdringbar scheinenden Mauer aus Kartons und anderen Habseligkeiten, die kein Ende nehmen wollten. Endlich gelang es ihr doch, zu entkommen, doch mit Rücksicht auf die Gemüter der Anwesenden kann sie hier ihr Versprechen nur halbwegs einlösen, und zwar mit Bildern des Königinnenreiches in, so könnte man sagen, noch jungfräulichem Zustand:


Se Retörn (inkl. Kaufempfehlung).

September 22, 2007

Ich weiss, ich war untreu. Ganze 38 Tage habe ich mein armes kleines Blog hungern lassen und damit jene, die es trotzdem immer mal wieder besucht haben. Immerhin kann ich sagen, dass ich noch ganz gut da stehe im Vergleich zu anderen Mitgliedern meiner Familie. Aber das gilt natürlich nicht, trotzdem.

Ja nun, es ist wie es ist. Es hat sich in der Zwischenzeit wahrscheinlich auch nicht so viel getan, wie Ihr Euch gedacht hättet. Eigentlich hatte ich nur schlicht und ergreifend mehr zu tun, als Zeit dafür vorhanden gewesen wäre. Geändert hat sich das noch nicht wirklich, aber ich dachte mir, vielleicht reicht es auch, wenn ich meinen Anspruch an die Länge uns Ausgiebigkeit meiner Beiträge etwas herunterschraube.

Einer, der seine Ansprüche an sich zum Glück nirgendwohin geschraubt hat, ist mein Internetfreund Frank. Wir lernten uns vor einigen Jahren online kennen, und auch wenn wir uns (noch) nie live und in Farbe getroffen haben, war es mir in manchen Zeiten ein grosser Trost und zu jeder Zeit stets eine grosse Freude, von ihm zu lesen. Nicht nur, weil er so ein toller Mensch ist und wir das eine oder andere gemeinsam haben, sondern auch, weil er einfach wunderbar schreiben kann. Und das Beste ist: Auch Ihr könnt Frank jetzt lesen. Ich habe mir sein Buch sofort bestellt und werde endlich damit anfangen, es zu verschlingen, sobald ich mit diesem Eintrag fertig bin. In Kürze werde ich dann natürlich noch anfügen, dass ich’s toll fand. Ihr könnt es also genau so gut auch schon jetzt kaufen.